Quartiersentwicklung in Berg am Laim

Rund um den Piusplatz
Stabile Nachbarschaften, zeitgemäße Infrastruktur, zukunftsweisende Architektur: Rund um den Piusplatz in Berg am Laim trägt die GEWOFAG mit umfangreichen Maßnahmen zu einer baulichen, infrastrukturellen und sozialen Aufwertung des Quartiers bei.

In dem am östlichen Innenstadtrand von München gelegenen Stadtteil besitzt die GEWOFAG zahlreiche Wohnanlagen, die zum überwiegenden Teil in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gebaut wurden. Diese Siedlungen und ihre Gebäude sind in Zeiten entstanden, als beim Bau von Wohnungen andere Schwerpunkte gelegt wurden als heute – es musste möglichst schnell bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Lärmbelastung durch Autoverkehr und Energieeinsparungen waren zu diesen Zeiten keine Themen.

Hinsichtlich der Bevölkerungsstärke ist der Münchner Stadtteil Berg am Laim eher klein. Man findet hier jedoch viele öffentliche Grünflächen und darüber hinaus eine GEWOFAG-Siedlung, die in den 30er Jahren rund um den Piusplatz erbaut wurde. Hier gab es in den letzten Jahren Handlungsbedarf.
Das Projekt im Überblick


Ausgangssituation

  • Bauliche Struktur war nicht mehr zeitgemäß und bestand zu 80 Prozent aus Ein- bis Zweizimmerwohnungen.
  • Für Familien mit Kindern fehlten große Wohnungen.
  • Einseitig strukturierte Mieterzusammensetzung
  • Auch für ältere Menschen waren die ursprünglichen kleinen Grundrisse durch die nicht gegebene Barrierefreiheit nur bedingt geeignet.
  • Starke Lärmbelastung und Beeinträchtigung der Wohnqualität durch den angrenzenden Innsbrucker Ring

Ziele
  • Bauliche, infrastrukturelle und soziale Aufwertung des Viertels
  • Zeitgemäßer Wohnstandard und attraktiver, barrierefreier Wohnraum für junge Familien sowie für behinderte und ältere Menschen
  • Zuzug von jungen Familien, um dadurch eine größere Vielfalt an Bewohnergruppen zu erreichen
  • Langfristige Entwicklung eines stabilen und zukunftsfähigen Quartiers

Strategie
  • Ganzheitlicher Ansatz bei der Entwicklung des Quartiers: bauliche Maßnahmen an den Gebäuden und im Wohnumfeld in Kombination mit sozialen Projekten und Maßnahmen zur Strukturverbesserung
  • Mehrere Neubauten und Umbauten von Bestandsgebäuden, um unter anderem auch Platz für soziale Einrichtungen zu schaffen
  • Bau von rollstuhlgerechten und barrierefreien Wohnungen
  • Einbindung der Mieter in die Planungen und die Umsetzung der Mieterwünsche

Ergebnis
  • Schallschutzbebauung am Innsbrucker Ring, die den Wohnungsbestand vor Lärm, Staub und Abgasen schützt
  • Entwicklung von barrierefreien Wohnungen mit hoher Lebensqualität für ältere und behinderte Menschen im Gebäude an der Pertisaustraße 7 im Osten der Siedlung: Verbesserung von Grundriss, Schallschutz, Wohnumfeld und energetischem Standard
  • Bau von vier barrierefreien Passivhäusern mit insgesamt 64 Wohnungen im Norden und Süden der Siedlung
  • Errichtung von 136 Wohnungen am Innsbrucker Ring, davon 112 Azubi-Apartments und 24 geförderte Wohnungen mit jeweils einem Gemeinschaftsbereich
  • Einrichtung einer neuen Montessori-Kindertagesstätte und eines Mütterzentrums mit Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Unterstützung für Alleinerziehende und Familien
  • Neugestaltung der Außenanlagen in Absprache mit den Mieterinnen und Mietern: vielfältige Spielmöglichkeiten, neue Wege, barrierefreie Zugänge, Sitzgelegenheiten, Fahrradständer, Mietergärten, neue Bepflanzungen
  • Errichtung einer Quartiersgarage